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	<title>Stefan Fischerländer's Blog &#187; Politics</title>
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		<title>Ich liebe Olympia!</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 10:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich kurz meinen Olympia Boykott unterbrochen. Ich musste mir unbedingt das 200m-Finale ansehen, denn ich wollte live dabei sein, wie Usain Bolt der versammelten Weltelite mit offenem Schnürsenkel auf 200 Metern ein paar Sekunden abnimmt und dabei Autogramme schreibt. Und ich muss sagen, die Boykott-Unterbrechung hat sich gelohnt! Wie Bolt allen davon gelaufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich kurz meinen <a href="http://www.fischerlaender.net/politics/der-private-olympia-boykott">Olympia Boykott</a> unterbrochen. Ich musste mir unbedingt das 200m-Finale ansehen, denn ich wollte live dabei sein, wie Usain Bolt der versammelten Weltelite mit offenem Schnürsenkel auf 200 Metern ein paar Sekunden abnimmt und dabei Autogramme schreibt. Und ich muss sagen, die Boykott-Unterbrechung hat sich gelohnt! Wie Bolt allen davon gelaufen ist, herrlich. Mit solcher Leichtigkeit haben weder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lance_Armstrong#Dopingvorw.C3.BCrfe">Lance Armstrong</a> noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Ullrich#Ullrich_und_der_Dopingskandal_Fuentes">Jan Ullrich</a> zu ihren jeweils besten Zeiten ihre gedopten Kollegen am Berg stehen lassen. Auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Jones#Doping">Marion Jones</a> musste sich 2000 viel stärker anstrengen, ja sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Johnson_(Athlet)#Dopingskandal">Ben Johnson</a> sah im Finale 1988 gestresster aus &#8211; wenn auch nur <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Ben_Johnson_1988_Olympics_-_LAC_a175370k.jpg">ein klein wenig</a>.</p>
<p>Als wäre das noch nicht der olympischen Freude genug, erklärt uns der &#8220;chinesische Spielberg&#8221; (Spiegel Online) und Regisseur der Eröffnungszeremonie Zhang Yimou die <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,573181,00.html">Überlegenheit der chinesischen Kultur</a>: &#8220;Darsteller gehorchen Befehlen, sie können es wie Computer tun. Das ist der chinesische Geist.&#8221; Im Westen sei sowas nicht möglich, wegen der &#8220;Menschenrechte&#8221;, so Yimou weiter. Okay, dafür dürfen &#8211; wegen dieser blöden &#8220;Menschenrechte&#8221; &#8211; im Westen alle seine Filme gezeigt werden, was in China noch immer nicht der Fall ist, aber das scheint den Filmregisseur nicht zu stören. Hauptsache, man kann sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leni_Riefenstahl#Olympia-Filme">im Glanz der Parteiführung</a> sonnen.</p>
<p>Aber zurück zum Sport. Die <a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,573410,00.html">aktuellste Meldung</a> verstehe ich nicht: Wieso werden Springreiter ausgeschlossen, weil ihre Pferde gedopt waren? Im Sinne der Gleichberechtigung muss für Pferde doch erlaubt sein, was für <a href="http://www.vegetarismus.ch/heft/2001-3/rinderzucht.htm">Schweine und Rinder schon lange</a> gilt! Oder muss ich gar meine Firma aufgeben, wenn herauskommt, dass ich zum Mittagessen Schnitzel mit überhöhten Hormonwerten gegessen habe?</p>
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		<title>Beijing vs. Peking</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 12:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit die Olympischen Spiele in Peking (siehe auch Mein Olympia-Boykott) begonnen haben, fällt mir auf, dass immer häufiger statt des üblichen deutschen Ausdrucks Peking die Bezeichnung Beijing benutzt wird. Hier einige Beispiele: Medien beklagen Behinderung durch Behörden in Beijing Olympische Pandas in Beijing Olympische Spiele in Beijing: Hotels bleiben zur Hälfte leer Vorolympischer Besuch: Blond [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit die Olympischen Spiele in Peking (siehe auch <a href="http://www.fischerlaender.net/politics/der-private-olympia-boykott">Mein Olympia-Boykott</a>) begonnen haben, fällt mir auf, dass immer häufiger statt des üblichen deutschen Ausdrucks <em>Peking</em> die Bezeichnung <em>Beijing</em> benutzt wird. Hier einige Beispiele: </p>
<ul>
<li>Medien beklagen Behinderung durch Behörden in Beijing</li>
<li>Olympische Pandas in Beijing</li>
<li>Olympische Spiele in Beijing: Hotels bleiben zur Hälfte leer</li>
<li>Vorolympischer Besuch: Blond in Beijing</li>
<li>Wie das Symbol der Olympischen Spiele 2008 für Beijing entstand</li>
</ul>
<p>Was bitte soll dieser Unfug? Peking ist Peking und nicht Beijing. Punktum. Beijing ist ja nichts anderes als die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beijing#Der_Name_der_Stadt">Lautschrift des chinesischen Namens für Peking</a>. Aber warum sollte ein deutscher Autor die Lautschriftversion eines Namens benutzen, für den es eine deutsche Bezeichnung gibt? Ist das vorauseilende politische Korrektheit? Oder intellektuelle Coolness? Oder einfach nur gedankenlos und dumm? Okay, hätten die Nazis jemals die Zerschlagung Rest-Pekings gefordert, wäre der Namenswechsel verständlich. Aber so?</p>
<p>Wie sieht das dann in ein paar Jahren aus? Berichten deutsche Zeitungen künftig über leere Hotels in Roma? Oder über blonden Besuch in Praha? Und müssten vorbildliche Journalisten dann nicht in Berichten über die Spiele von 1980 vom Boykott von Moskwa schreiben &#8211; oder gar vom Boykott von <span lang="ru" xml:lang="ru">Москва</span>? Auch wenn letzteres wohl manche technische Vervielfältigungseinheit (Schreibmaschine, Druckmaschine, Browser) überfordern könnte.</p>
<p>Wieso kann ich mich eigentlich an keine deutschen Berichte zu den letzten Winterspielen erinnern, in denen vom <em>Doping in Torino</em> berichtet wurde? Klingt das womöglich nicht cool genug? Oder steckt da die Angst vor dem nächsten Großereignis im Grödnertal dahinter, das auf italienisch Val Gardena heißt? Denn Val Gardena wäre ja ebenfalls nicht wirklich politisch korrekt, wird doch im Grödnertal, pardon: in Gardeïna verbreitet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ladinische_Sprache">ladinisch</a> gesprochen &#8211; und das Ladinische sollte nach der <em>Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen</em> auch &#8220;in Medien besonders gefördert werden&#8221;.</p>
<p>Wer also weiterhin Beijing statt Peking schreibt, sollte sich auch bei allen anderen Namensbezeichnungen dreimal überlegen, welcher Ausdruck nun der korrekteste (sic!) sein könnte. Und wenn 2018 tatsächlich die Winterspiele nach München kommen, erwarte ich die politisch extrem korrekte Überschrift <em>Hotels in <a href="http://bar.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen">Minga</a> komplett ausgebucht!</em>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wie nicht anders zu erwarten, gibt es dafür einen eigenen Ausschuss: Den <a href="http://www.stagn.de/">Ständigen Ausschuss für geographische Namen</a>. Dabei handelt es sich um ein Wissenschaftlergremium ohne besondere institutionelle Verfassung. Dieser Ausschuss gibt eine Liste mit deutschen Wörtern für fremde geographische Bezeichnungen (sogen. <a href="http://www.stagn.de/Exonyme">Exonyme</a>) heraus. In dieser Liste finden sich viele weitere spannende deutsche Wörter und deren politischhochkorrekte Umschreibung.</p>
<p>Wer also künftig Bezeichnungen wie Peking zugunsten von Beijing aufgeben möchte, soll sich bloß nicht erwischen lassen, Mount Everest zu schreiben! Qomolangma Feng wäre nämlich korrekt. Einen Tibet-Konflikt gibt es demnach auch nicht, sondern höchstens einen Xizang-Konflikt. Versteht zwar keiner, ist aber schön richtig. Und wer jetzt noch eine Kanton-Ente bestellt, den holt der Teufel. Es sei denn, er kann seine Bestellung eben noch in Guangzhou-Ente korrigieren.</p>
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		<title>China garantiert &#8220;ausreichenden&#8221; Webzugang</title>
		<link>http://www.fischerlaender.net/politics/china-garantiert-ausreichenden-webzugang</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 08:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen habe ich bereits über meinen privaten Olympia-Boykott geschrieben. Hintergrund ist beileibe nicht nur die Tibetfrage; die halte ich eher für nebensächlich. Weitaus wichtiger ist für mich wie die chinesische Regierung mit den Kritikern im eigenen Land umgeht und welche Rolle China in der Welt spielt &#8211; zum Beispiel bei der Unterstützung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen habe ich bereits über meinen <a href="http://www.fischerlaender.net/politics/der-private-olympia-boykott">privaten Olympia-Boykott</a> geschrieben. Hintergrund ist beileibe nicht nur die Tibetfrage; die halte ich eher für nebensächlich. Weitaus wichtiger ist für mich wie die chinesische Regierung mit den Kritikern im eigenen Land umgeht und welche Rolle China in der Welt spielt &#8211; zum Beispiel bei der Unterstützung des Regimes im Sudan.</p>
<p>Nun hat das IOC stets wiederholt, dass die ausländischen Journalisten frei berichten dürfen und natürlich &#8211; eigentlich ein Irrsinn, das im Jahre 2008 extra hervorheben zu müssen &#8211; auch freien Internetzugang haben werden. Doch jetzt, wenige Tage vor Beginn der Spiele, wird selbst diese Selbstverständlichkeit wieder einkassiert:</p>
<blockquote><p>Meine Hauptbeschäftigung und Verantwortung ist es, sicherzustellen, dass offen über die Wettbewerbe berichtet wird. Das erstreckt sich nicht notwendigerweise auf den freien Zugang und die Berichterstattung über alles, was mit China zu tun hat.</p></blockquote>
<p><em>Kevan Gospar, Chef der IOC-Pressekommission, <a href="http://www.faz.net/s/Rub03D44147D5D54FEFBD86D6A02159E792/Doc~E0F69E3B851204DEE98B50313659ECA9F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">zitiert lt. FAZ</a></em></p>
<p>Ein Sprecher der chinesischen Olympia-Organisatoren nannte den bereitgestellten Webzugang &#8220;ausreichend&#8221;. Das heißt im Klartext, Websites der BBC oder der Deutschen Welle werden auch während der olympischen Spiele auch im IOC-Pressecenter gesperrt sein. Die Spiele von Peking werden immer mehr zur Farce.</p>
<p><strong>Update:</strong> Ein &#8220;wunderschönes&#8221; Zitat von Herrn Gospar ist mir gestern durchgerutscht: &#8220;Ich kann den Chinesen nicht erzählen, was sie tun sollen.&#8221; Was für eine Heuchelei! Das IOC schafft es sogar, eigene Gesetzte schaffen zu lassen, etwa das deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiaschutzgesetz">Olympiaschutzgesetz</a>. Aber in China können sie angeblich nichts ausrichten. Welch ein Witz. Das IOC müsste m.E. nur mit einer offiziellen Rüge drohen und die Regierung in Peking würde kuschen, zu groß wäre sonst der Gesichtsverlust. Das IOC und Chinas Regierung sind halt beide autoritäre Altmännervereine, kein Wunder, dass die sich so gut verstehen.</p>
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		<title>Der private Olympia-Boykott</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 08:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte selbst schon drüber nachgedacht, nun hat es mir jemand vorgemacht: Frank Hamm ruft auf seinem Blog zum persönlichen Olympia-Boykott auf. Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ich werde weder mir Berichte im Vorfeld zu den Vorbereitungen der Olympischen Spiele ansehen oder anhören (außer es ist ein kritisierender Bericht), noch werde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte selbst schon drüber nachgedacht, nun hat es mir jemand vorgemacht: Frank Hamm ruft auf seinem <a href="http://www.injelea.de/plog/">Blog</a> zum <a href="http://www.injelea.de/plog/blog.php/injelea/2008/03/16/olympia-boykott-peking-2008">persönlichen Olympia-Boykott</a> auf.</p>
<blockquote><p>Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ich werde weder mir Berichte im Vorfeld zu den Vorbereitungen der Olympischen Spiele ansehen oder anhören (außer es ist ein kritisierender Bericht), noch werde ich Berichte von den Olympischen Spielen 2008 in Peking ansehen oder anhören.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/injelea/2338536238/" title="Olympia-Boykott Peking 2008 von Frank Hamm bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3269/2338536238_0d62965016_m.jpg" width="240" height="60" alt="Olympia-Boykott Peking 2008" /></a></p>
<p>Ich muss gestehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich den Boykott vollständig durchhalten werde. Aber meine Beobachtung wird sich sehr in Grenzen halten. Und ich werde versuchen, die Sponsoren zu meiden. Wobei ich ein Problem habe: Lenovo baut leider in Form der ThinkPads die mit Abstand besten Notebooks. Hier werde ich meinen Boykott nicht durchhalten können. Es ist halt wie so oft: Es gibt kein wahres Leben im falschen.</p>
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