Stefan Fischerländer’s Blog One Blog Is Not Enough

Different strtotime() behaviour in PHP 4 and PHP 5

März 31st, 2008

I just wasted about an hour of my working time looking for an error in my code. I tried to use the built-in strtotime() function to convert a date string from a log file to the appropriate timestamp:

The date string looks like this: 1/Jan/2007:08:03:50 +0100
Using phpa, the command line PHP tool, I got what I expected:
PHP 5.2.0 (cli) (???) [Darwin]
>>> print strtotime("1/Jan/2007:08:03:50 +0100");
1167635030

But in my PHP script, the very same command returns -1. After a lot of experiments, I found the problem. While my phpa tool uses PHP5, the script is invoked via php – which defaults to PHP 4.4.7. Obviously, the date format used in log files was added to strtotime() in PHP5:
macbook:~ sf$ php -r 'print phpversion()."\n"; print strtotime("01/Jan/2007:08:03:50 +0100")."\n";'
4.4.7
-1
macbook:~ sf$ php5 -r 'print phpversion()."\n"; print strtotime("01/Jan/2007:08:03:50 +0100")."\n";'
5.2.0
1167635030

So, be sure to check what PHP version you’re running, if you get into trouble with strtotime().

Die alte Mär vom erfolgreichen Frühaufsteher

März 28th, 2008

Eigentlich dachte ich, es hätte sich langsam rumgesprochen, dass es nicht die eine Methode gibt, die allen Menschen gleichermaßen hilft, ihre Ziele zu erreichen. Ein gutes Beispiel für die Berücksichtigung der unvermeidlichen Tatsache, dass Menschen unterschiedlich sind, ist das Buch über die “Kreativen Chaoten”, das ich hier kürzlich besprochen habe. Doch nun stolpere ich über einen Artikel, der die alte Mär vom erfolgreichen Frühaufsteher weiterspinnt ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Menschen unterschiedlich sind.

Hier sind einige der alten Kamellen, die im Artikel wiedergekaut werden:

Wer unterbrechungsfrei arbeiten und produktiv sein will, sollte von Führungskräften lernen und früh aufstehen.

Ich habe keine Ahnung, ob wirklich (fast) alle Führungskräfte, wie im Artikel behauptet, früh aufstehen. Das ist mir aber auch herzlich egal. Denn der Autor hat hier den klassischen Logikfehler begangen: Weil viele Führungskräfte Frühaufsteher sind, so die Schlussfolgerung, muss es wohl am frühen Aufstehen liegen, dass sie Führungskräfte geworden sind. Offenbar wird kein Gedanke daran verschwendet, dass das ganze genau umgekehrt sein könnte: Weil von Führungskräften erwartet wird, früh aufzustehen, tun diejenigen, die eine derartige Karriere anstreben das dann auch.
Es wäre mal sehr spannend, zu untersuchen, welcher Schaden in Unternehmen entsteht, weil Führungskräfte nicht entsprechend ihres eigenen Biorhythmus arbeiten, sondern so, wie sie glauben, dass es opportun ist.

Ein frischer Morgen hat etwas ungemein belebendes und inspirierendes. Viele Frühaufsteher nutzen ihn, weil er es ihnen ermöglicht in voller Konzentration und unterbrechungsfrei zu arbeiten.

Klasse, wer gerne früh aufsteht, für den ist ein früher Morgen sicherlich etwas wunderschönes. Ich finde hingegen, die Nacht hat etwas äußerst anregendes. Ich kann nachts wunderbar arbeiten. Nie bin ich so konzentriert und unterbrochen werde ich auch durch nichts und niemanden.

Überlegt mal, wenn ihr kennt, den ihr für besonders produktiv haltet. Ich wette, wenn ihr nachfragt, werdet ihr herausfinden, dass die Person ziemlich früh aufsteht.

Tja, wenn ich den Test mache, stelle ich fest, dass genau die Leute, die ich für wenig produktiv halte, häufig früh aufstehen. Aber das ist genau so zufällig, wie ein umgekehrtes Ergebnis.

Auch der größte Langschläfer und Morgenmuffel schafft es dann mit dem ersten Weckerklingeln (oder sogar noch davor) aus dem Bett zu springen und die Fahrt in den Urlaub anzugehen.

An dieser Stelle verlassen wir die sachliche Argumentation komplett und halten den Nachtmenschen das alte Vorurteil vor, dass sie im Grunde ihres Herzen einfach nur faul sind. Abgesehen davon, dass ich auch zum Urlaub fahren nicht gerne aufstehe, frage ich mich, woher der Autor diese Gewissheit nimmt und solche Verallgemeinerungen anstellt?

Sicherlich ist es für jeden, der anstrebt, ein erfolgreicher Manager in einem großen Unternehmen zu werden, empfehlenswert, sich im-Früh-aufstehen zu üben. Denn das wird in den meisten Fällen von ihm verlangt werden. Dass aber Frühaufsteher per se produktiver sind, ist ein Märchen. Ich könnte jetzt anfangen und berühmte Wissenschaftler aufzählen, die allesamt notorische Nachtmenschen waren – Albert Einstein und Wolfgang Pauli etwa. Aber das wäre genau so exemplarisch und damit ohne Aussagekraft wie die Behauptung, als Frühaufsteher wird man erfolgreicher weil viele Erfolgreiche Frühaufsteher sind.

Abschließend muss ich natürlich noch auf diesen aktuellen Spiegel-Artikel verweisen: Chronobiologie – Trost für Eulen und Lerchen

Molekularbiologisch scheint damit endlich bewiesen, dass Lerchen und Eulen nicht anders können, selbst wenn sie wollten: “Der Unterschied steckt in den Genen, die Chronotypen sind angeboren”, konstatiert Kramer. “Ein Spättyp kann seine innere Uhr weder durch Lichttherapie noch durch die Gabe von Melatonin so umpolen, dass aus ihm plötzlich ein Morgenmensch wird.”

Dynamic Languages World 2008 ohne Perl – eine zu kleine Welt

März 21st, 2008

Im Mai findet zum zweiten Mal die Webinale statt, eine Konferenz, die versucht die Lücke zwischen Business- und technischen Webthemen zu schließen. Ich war bereits letztes Jahr als Speaker in Ludwigshafen dabei und bin auch dieses Mal wieder aktiv vertreten, nun in Karlsruhe.

Und ebenfalls wie bereits letztes Jahr, finden parallel zur Hauptkonferenz Webinale, wiederum einige parallele Konferenzen statt. Eine dieser parallelen Veranstaltungen ist neu und heißt Dynamic Languages World (DLW) Europe 2008. Als alter Fan von dynamischen Sprachen war ich gleich begeistert, hier die eine oder andere Session mitnehmen zu können. Doch leider musste ich beim Blick aufs Programm feststellen, dass Perl nicht vertreten ist. Das halte ich für eine gewaltige Lücke im Konferenzprogramm! Denn Perl ist nicht irgendeine Sprache, sondern immer noch eine der meist genutzten dynamischen Sprachen überhaupt. Sicherlich häufiger im Einsatz als Groovy und wohl auch Python.

Ich verstehe ja, dass Smalltalk in diesem Umfeld nicht vorkommt. Zu sehr ist dessen Sprachkonzept von den üblichen Verdächtigen wie PHP und JavaScript entfernt – auch wenn mit Seaside ein äußerst interessantes Web-Framework besteht. Aber auf Perl zu verzichten, die Sprache, die Amazon, Heise oder die IMDb zugrunde liegt, das verstehe ich nicht wirklich.

Der private Olympia-Boykott

März 19th, 2008

Ich hatte selbst schon drüber nachgedacht, nun hat es mir jemand vorgemacht: Frank Hamm ruft auf seinem Blog zum persönlichen Olympia-Boykott auf.

Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ich werde weder mir Berichte im Vorfeld zu den Vorbereitungen der Olympischen Spiele ansehen oder anhören (außer es ist ein kritisierender Bericht), noch werde ich Berichte von den Olympischen Spielen 2008 in Peking ansehen oder anhören.

Olympia-Boykott Peking 2008

Ich muss gestehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich den Boykott vollständig durchhalten werde. Aber meine Beobachtung wird sich sehr in Grenzen halten. Und ich werde versuchen, die Sponsoren zu meiden. Wobei ich ein Problem habe: Lenovo baut leider in Form der ThinkPads die mit Abstand besten Notebooks. Hier werde ich meinen Boykott nicht durchhalten können. Es ist halt wie so oft: Es gibt kein wahres Leben im falschen.

Selbstmanagement – Erfahrungen eine Chaoten und die Hilfestellung eines neuen Buchs

März 18th, 2008

Eine Frau, die mich nicht kennt, hat ein Buch über mich geschrieben. Ich hab das kürzlich in der Auslage eines Zeitschriftenkiosks am Münchner Flughafen entdeckt und mit der Handykamera fotografiert, damit ich mir den Titel nicht merken muss. Ich wollte mir das Buch nicht gleich mitnehmen, sondern erst ein paar Meinungen dazu im Web nachlesen. Einige Tage später also hab ich in Amazon nach dem genauen Titel gesucht, denn das Foto auf der Handykamera hatte ich bereits wieder vergessen. Aber mein Gedächtnis funktioniert gut, ich wusste sogar den Namen der Autorin noch. Die Bewertungen bei Amazon überzeugten mich und auch die Begleitwebsite wirkte interessant, also besorgte ich mir bei Amazon die ISBN-Nummer und bestellte das Buch bei meinem örtlichen Buchhändler, dessen Telefonnummer ich mir über Yahoo besorgte, da Google zu jener Zeit nicht erreichbar war.

Sie meinen, das klingt alles etwas chaotisch? Ja, die Autorin, die dieses Buch über mich geschrieben hat, ist der gleichen Ansicht. Das Buch trägt den schönen Titel “Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?” und den viel schöneren Untertitel “Zeitmanagement für kreative Chaoten”. Natürlich wird mein Name in dem Buch kein einziges Mal erwähnt, zumindest nicht auf den ersten gut hundert Seiten, die ich inzwischen durchgearbeitet habe. Aber ich habe inzwischen mehr als fünf Absätze entdeckt, in dem die Autorin Cordula Nussbaum genau mich beschrieben hat; da gibt es keinerlei Zweifel, niemand anders kann dort Vorbild gestanden haben! Auf der bereits angesprochenen Website zum Buch www.kreative-chaoten.com findet sich ein Test, der aufdecken soll, ob man selbst eher ein “kreativer Chaot” oder ein “logischer Ordner” ist. Ich finde solche Tests für gewöhnlich amüsant, aber kaum einmal wirklich erhellend. Doch das Ergebnis des Tests, der sich auch im Buch wiederfindet, war ein Volltreffer: In vielen Teilen der Beschreibung entdeckte ich mich selbst.

Eigentlich kommt das Buch mindestens ein Jahr zu spät für mich. Denn ich habe bereits vor einem Jahr beschlossen, mein chronisch schlechtes Gewissen über meine recht chaotische Selbstorganisation sein zu lassen und mich jeweils so zu organisieren, wie ich das seit eineinhalb Jahrzehnten recht erfolgreich gemacht habe: Mit Schmierzetteln für anstehende Aufgaben, kleinen Kladden für Notizen von kleinen Einfällen und großen Geistesblitzen, mit Post-It-Zetteln auf dem Schreibtisch und mit diversen To-Do-Listen im Computer. Oder auch mit kleinen Kladden für die Aufgaben, Schmierzetteln für die Geistesblitze und Mind-Maps im Computer für Konzepte. Je nachdem, wie ich gerade aufgelegt bin. Und damit ich die Vielzahl an Zetteln nicht verliere, habe ich mir im Laufe der Jahre die diversesten Ringbücher, Kladden und Time-Planer zugelegt, die es in den gut sortierten Schreibwarenläden so gibt. So besitze ich derzeit von Filofax sowohl einen großen Planer im DIN A5-Format als auch einen kleinen in “Pocket”-Größe, was wohl ungefähr DIN A7 entsprechen dürfte. Von Time/system habe ich einen ähnlich kleinen, aber etwas länglicheren Planer im schicken Lederetui, der den Vorteil hat, dass er zusätzlich einen meiner vielen Moleskines aufnehmen kann. Von Eastpak, dem Hersteller der stabilen Rucksäcke, habe ich einen Organizer im Format A6, der farblich und vom Material her wunderbar mit meinem neuen Computerrucksack vom selben Hersteller harmoniert. Und je nach Lust und Laune wechsle ich zwischen diesen jeweils auf ihre eigene Art sehr schönen Hilfsmittel.

Ich muss zugeben, bis vor kurzem habe ich mir nicht eingestanden, dass ich nach Lust und Laune wechsle, sondern hab mir eingeredet, dass wechselnde Anforderungen jeweils wechselnde Hilfsmittel erfordern würden. Und wechselnde Anforderungen hatte ich die letzten Jahre zur Genüge. Erst Cordula Nussbaums Buch machte mir klar, dass das eine Ausrede war und ich als Chaot einfach immer wieder mal was Neues ausprobieren muss. “Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?” wird also meine Arbeitsweise nur wenig verändern, aber es macht mir Dinge, die ich bisher getan habe, deutlicher und erklärt, warum ich das so mache und warum das auch gut so ist.

Der große Unterschied zu anderen Zeitmanagement-Büchern oder -Ansätzen ist, dass die Autorin von der eigentlich offensichtlichen Annahme ausgeht, dass Menschen verschieden sind. Was immer ich sonst über Zeit- oder Selbstmanagement gelesen habe, habe ich nach wenigen Seiten wieder angewidert weggelegt. Denn früher oder später kamen in den klassischen Machwerken Vorschläge, die ich im Lauf der Jahre intensiv ausprobiert hatte und bei mir nie funktionierten: “Planen Sie für jede Aufgabe die benötigte Zeit fest in Ihren Tagesablauf ein”, heißt etwa ein fundamentaler Tipp. Toll! Mein Tagesablauf besteht aus “ich stehe irgendwann am frühen Vormittag auf”, “ich werde mittags rum etwas essen” und “ich gehe irgendwann nach 23 Uhr ins Bett” – alles andere ergibt sich aus der Großwetterlage. Wie soll ich da einplanen, dass ich von 13:30 Uhr bis 13:50 Uhr ein Konzept für meinen Vortrag auf der nächsten Konferenz erstellen werde? Was tue ich, wenn da mein Biorhythmus gerade einen auf müde macht?

Auch die so häufig gepriesene Getting Things Done-Ideologie (GTD) funktioniert nicht für mich. Laut GTD soll ich alles aufschreiben was irgendwie wichtig sein könnte. Okay, das mache ich eigentlich immer, ich hab ja meine Schmierzettel, Post-Its, Kladden und Zeitplaner und irgendetwas davon ist immer griffbereit. Kein Problem soweit. Aber die Unterteilung all der zu notierenden Dinge in “Kontextlisten” und “andere Listen” und “Aufgaben” und “Projekte” und “Nächste Schritte” – bis ich das alles gemacht habe, ist ja die Woche längst rum. Immerhin hat die GTD-Bewegung eine sehr schöne und zumindest derzeit noch kostenlose To-Do-Listen-Software hervorgebracht: Tudumo. Damit verwalte ich zur Zeit meine Aufgaben, aber ich glaube, das wird nicht mehr lange gut gehen, denn die Listen werden bereits zu lange – ein untrügliches Zeichen, dass es Zeit wird, auf ein anderes System zu wechseln.

Wenn Sie immer noch zweifeln sollten, ob Sie das erwähnte Buch wirklich benötigen, gebe ich Ihnen noch eine Hilfestellung. In der Einleitung zu Kapitel 2 ist ein Zitat von Albert Einstein, das ich gerne als Desktop-Hintergrund nutzen würde, wenn vom Desktop-Hintergrund auf meinem Rechner (eigentlich sind es mehrere Rechner, ich wechsel da gerne mal zwischen Windows- und Mac-Notebooks) vor lauter abgelegten Files noch etwas zu sehen wäre:

Wenn ein unordentlicher Schreibtisch auf einen unordentlichen Geist hinweist, worauf deutet dann ein leerer Schreibtisch hin?

Natürlich wird auch dieses Einstein-Zitat von den Ordnungsfanatikern angefeindet, etwa in diesem typischen Artikel auf Gulp: “Land unter” auf Ihrem Schreibtisch? Mit der Ignoranz der meisten einschlägigen Autoren werden dort Tipps gegeben, die einem Ordnungsfanatiker ähm einem “logischen Ordner” entsprechen. Doch hat der typische “logische Ordner” in den meisten Fällen einen aufgeräumten Schreibtisch, sonst wäre er ja kein “Ordner”. Wie aber sollen die Tipps eines “logischen Ordners” einem “Chaoten” helfen? Da müsste sich der “Chaot” ja komplett zum “Ordner” wandeln – daran, Menschen komplett zu ändern, sind schon ganz andere Ideologien gescheitert. Natürlich werden die üblichen Vorurteile durch “repräsentative Umfragen” untermauert: So seien “Volltischler weniger erfolgreich”. Dass die Umfrage von einem Informationsdienst in Auftrag gegeben wurde, der davon lebt, die klassischen “Ordner”-Tipps abzugeben, sollte nicht unerwähnt bleiben.

Den Schreibtisch zu entrümpeln, ist nur ein allererster Schritt, der aber nur Symptome bekämpfe, heißt es im Gulp-Artikel. Und weiter: “Wenn Sie nicht Ihr Denken und Verhalten ändern, ist der Schreibtisch im Nu wieder voll.” Mal langsam: Mir wird eingeredet, dass ein leerer Schreibtisch besser bei meinen Mitmenschen ankommt. Schön. Damit ich aber langfristig einen solch schönen leeren Schreibtisch habe, soll ich mein Denken verändern? Was für ein Wahnsinn! Immerhin setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass ein oberflächliches Chaos für bestimmte Typen das normalste der Welt ist – und dass viele erfolgreiche Menschen in den Augen der “logischen Ordner” absolute Chaoten sind.

Zwei weitere Lesetipps dazu:
Chaostage im Büro
Ein bisschen Chaos macht kreativ

Japans führendes Social Network “klaut” Nutzerdaten

März 7th, 2008

Social Communities haben überall auf der Welt mit dem gleichen Problem zu kämpfen: Wie lässt sich die intensive Nutzung der Plattform monetarisieren? Die Klickraten sind extrem gering, weil vergleichsweise wenige Menschen die jeweilige Plattform intensiv nutzen und jeweils auch mit einem genau definierten Zweck auf dieser Plattform online sind. Letztendlich sind ja Social Communities nichts anderes als die uralten Webforen – und wer jemals so ein Ding betrieben hat, weiß, wie schlecht Werbung dort drauf läuft.

In Japan macht genau diese Erfahrung seit längerem das führende Social Network namens Mixi. Und dort hat man sich nun entschieden, so richtig radikal vorzugehen, berichtet zweinull.cc: Alles, was Nutzer jemals auf der Seite veröffentlicht haben, wird nun zum Eigentum der Betreiberfirma erklärt, lediglich die rechtliche Verantwortung bleibt weiterhin bei den Nutzern. Da Mixi auch der größte Anbieter von Blogs in Japan ist, hat das Unternehmen jede Menge Content auf seinen Servern liegen, der sich monetarisieren lassen könnte.

Ich bin gespannt, welch seltsame Blüten der Wunsch der Eigentümer, Social Communities besser zu monetarisieren, auch bei uns noch treiben wird.

“Emma” killt unsere Kirche

März 2nd, 2008

Das Sturmtief “Emma” hat meinem Heimatort heftig zugesetzt. Eine große Scheune wurde komplett zerlegt, zig Dächer abgedeckt, besonders heftig aber traf es unsere wunderschöne fast dreihundert Jahre alte spätbarocke Asambasilika. “Emma” hat der Kirche den oberen Teil des Kirchturms richtiggehend abrasiert, die Spitze krachte in den Dachstuhl. Soweit bisher bekannt, blieben aber die herrlichen Deckenfresken unbeschädigt.

Und hier ein Foto von Spiegel Online:
Asambasilika Osterhofen, ohne Spitze

Heise goes Java – Schwere Zeiten für Perl

März 1st, 2008

Beim Durchblättern der aktuellen Ausgabe der ct fiel mir eine Anzeige des Heise Verlags auf:

Für die Weiterentwicklung von heise online suchen wir ab sofort einen Java-Profi (m/w).

Heise sucht einen Java-Profi – was soll denn das? War Heise doch bis dato das Beispiel in Deutschland für den Einsatz von Perl auch in größeren Systemen.

Im Anzeigentext heißt es dann weiter:

heise online entwickelt seine datenbankbasierten Web-Anwendungen zum großen Teil selbst und bisher fast ausschließlich in der Sprache Perl. Um in Zukunft noch schneller auf die Erfordernisse des Marktes eingehen zu können sowie den Wünschen unserer User und Redaktionen gerecht zu werden, planen wir, einen zweiten Programmierzweig mit der Sprache Java aufzubauen.

Wieso braucht man Java, um schneller auf Markterfordernisse reagieren zu können? Meine Einschätzung war bisher, dass Perl weitaus besser dafür geeignet wäre. Und welche Wünsche der Nutzer lassen sich mit Java realisieren, aber nicht mit Perl?

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Heise sehr wohl auch noch Perl-Profis sucht – und zwar gleich mehrere.

Surprising MySQL behaviour using unsigned int

Februar 29th, 2008

Today I saw some strange behaviour in my MySQL database. A simple ABS( myval - 600 ) gave me very big numbers whenever myval was less than 600. This happens on my MacBook with MySQL 5.0.45 from the Mac version of Xampp. My Ubuntu box running 5.0.22 does not show this very surprising feature. Yes, it’s a feature, not a bug, MySQL says.

But let’s have a look at my code to reproduce this nice feature:

mysql> select * from test;
+-------+
| myval |
+-------+
|     1 |
|   156 |
|     3 |
|   674 |
|   848 |
|   123 |
+-------+
6 rows in set (0.00 sec)

mysql> select myval, abs(myval - 600) from test;
+-------+----------------------+
| myval | abs(myval - 600)     |
+-------+----------------------+
|     1 | 18446744073709551017 |
|   156 | 18446744073709551172 |
|     3 | 18446744073709551019 |
|   674 |                   74 |
|   848 |                  248 |
|   123 | 18446744073709551139 |
+-------+----------------------+
6 rows in set (0.00 sec)

Of course, there is nothing wrong with the ABS function. It’s the unsigned integer field, that causes this behaviour:

mysql> select myval, myval - 600 from test;
+-------+----------------------+
| myval | myval - 600          |
+-------+----------------------+
|     1 | 18446744073709551017 |
|   156 | 18446744073709551172 |
|     3 | 18446744073709551019 |
|   674 |                   74 |
|   848 |                  248 |
|   123 | 18446744073709551139 |
+-------+----------------------+
6 rows in set (0.00 sec)

Because myval is unsigned, a calculation that would result in a negative value causes some kind of overflow. The correct way to deal with this situation is to use the CAST function:

mysql> select myval, cast(myval as signed) - 600 from test;
+-------+-----------------------------+
| myval | cast(myval as signed) - 600 |
+-------+-----------------------------+
|     1 |                        -599 |
|   156 |                        -444 |
|     3 |                        -597 |
|   674 |                          74 |
|   848 |                         248 |
|   123 |                        -477 |
+-------+-----------------------------+
6 rows in set (0.00 sec)

I hope you’re warned now and don’t make the same mistake. Perhaps it’ll save you some time.

Mein persönlicher Asus EEE PC-Killer

Februar 25th, 2008

Der Asus EEE PC ist das Computerthema der letzten Wochen. Ich muss gestehen, mich hat die Idee dahinter schon immer fasziniert: Einen kleinen, aber doch nahezu vollwertigen Computer zu haben, der klein und leicht genug ist, dass ich ihn (fast) immer und überall mitnehme. Deshalb haben mich schon vor vielen Jahren der Toshiba Libretto oder das Fujitsu Biblio sehr gereizt; allerdings fand ich deren Preis im Vergleich zur Leistung nicht angemessen.

Fast noch mehr hatten mich schon länger die Thinkpads der X-Reihe begeistert: Das sind noch echtere PCs als der EEE PC. Nicht ganz so leicht (etwa 300g mehr), nicht ganz so klein und damit groß genug, um ordentlich darauf schreiben zu können. Und auch groß genug, um alle Dialogfensterchen zu sehen. Das Asus hat da so seine Probleme – und offenbar fertigen erste Webdesigner nun zusätzlich zum großen desktoptauglichen Design und zum kleinen Mobildesign auch noch EEE PC-Versionen ihrer Websites an. Aber zurück zu den kleinen Thinkpads: Die X-Irgendwasdinger hätten also nen perfekten Formfaktor, doch leider sind sie mir deutlich zu teuer. Ein Notebook, das deutlich über 2000,- Euro kostet ist IMHO nicht wirklich transportabel. Denn dazu gehört für mich, dass ich das Ding nicht behandeln muss wie ein rohes Ei – bei einem 2000 Euro-Gerät mach ich das aber quasi automatisch.

Beim Asus EEE PC ist das anders. Einen wirklich kleinen, aber trotzdem echten PC für 300,- Euro, noch dazu mit einem (fast) unzerstörbaren SSD-Laufwerk – das wollte ich auch haben. Allerdings musste ich feststellen, dass ich nicht der einzige mit dieser Idee war. Das Ding ist nicht zu bekommen, es sei denn mit einem deftigen Aufpreis bei einigen eBay-Händlern. Und gerade als ich mich durchgerungen hatte, den kleinen Linuxzwerg zu bestellen, stolperte ich bei Magic Devices in München über ein wunderbares Angebot: Ein “factory refurbished” Thinkpad X41 für 550,- Euro. Tastatur und Screen sind hervorragend, das Teil hat 1280 MB RAM, einen richtigen Prozessor mit 1.6 GHz, eine 40 GB Festplatte und einen PC Card-Slot – damit hab ich nun sogar wieder einen Verwendungszweck für meine alte UMTS-Karte. Ach ja, auf dem Zwerg läuft ein Windows XP Pro.

Thinkpad X41
Die blaue Karte im Vordergrund (mein 60er-Mitgliedsausweis) hat eine normale Scheckkartengröße – nur so zum Vergleich.

Eigentlich war das X41 als Gerät zum Surfen auf der Couch oder im Cafe gedacht – inzwischen begeistert mich das Teil derart, dass ich es auch im Büro als Hauptrechner benutze. Da kann von mir aus das Asus EEE PC noch lange nicht lieferbar sein.