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Lesetipp: Perl-Probleme und Bugzilla

Einen höchst lesenswerten Beitrag über die Probleme mit Perl als Codebasis von Bugzilla hat Max Kanat-Alexander, primary developer von Bugzilla verfasst. Wir haben zwar auch einige negative Erfahrungen bei Neomo mit Perl gemacht, aber interessanterweise decken sich unsere Probleme nur zum Teil mit den Erfahrungen des Bugzilla-Entwicklers.

  • Es ist in jeder Sprache möglich, dumme Dinge zu machen. In Perl ist es einfach.
    Das stimmt natürlich, schließlich ist in Perl fast alles einfacher als in den meisten anderen Sprachen, und damit eben auch das Erzeugen von Dummheiten. Aber in Perl sehen dumme Konstrukte denn auch meist dumm aus, während etwa in Java selbst richtig dumme Programmierung auf den ersten Blick sauber aussieht.
  • Perl benutzt komische Variablen wie $_.
    In der Tat sind manche Perl-Konstrukte durchaus gewöhnungsbedürftig. Die Variablen wie $_ gehören aber nicht dazu; ich empfinde $_ als angenehmer als beispielsweise die lambda-Schreibweise von Python.
  • CPAN - das ist auch ein Problem von Perl: die Leute müssen SO VIELE Module installieren, um Bugzilla zu nutzen
    CPAN halte ich in der Tat für ein Problem. Den Kampf mit der Installation diverser Module hab ich schon beschrieben. Erschwerend kommt hinzu, dass in Perl viele Corefeatures Teil von CPAN-Modulen sind. Das macht das Deployment von Perl-Anwendungen nicht immer einfacher.
  • Diverse OO-Ungereimtheiten
    Auch hier gibt es volle Zustimmung: Das OO-System von Perl ist, naja sagen wir mal: sehr interessant, ermöglicht es doch weitergehende Einblicke und auch Eingriffe als andere Sprachen, womit sich aber auch etliche Probleme ergeben.

Einige dieser Probleme haben wohl schlicht und ergreifend mit der Komplexität einer dynamischen Sprache zu tun. So gibt es auch Berichte über ganz eigene Probleme mit Ruby. Ebenfalls lesenswert.

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