Stefan Fischerländer’s Blog One Blog Is Not Enough

Neues vom CPAN-Wahnsinn: Jifty

Eben wollte ich “mal schnell” das Web-Framework Jifty ausprobieren. Also ein kurzes, aber beherztes
macbook:/Users/sf root# cpan -i Jifty
eingetippt, um Jifty zu installieren. Ich war zuvor bereits auf der Jifty-Installationsseite etwas stutzig geworden, steht doch dort bei der Installationsanleitung, man solle Jifty mittels notest install Jifty installieren. So so, notest, das ist ja sehr beruhigend. Aber naja, davon wollte ich mich nicht gleich einschüchtern lassen.

Als die Installation loslief, erschreckte mich zunächst die riesige Anzahl der zu installierenden Dateien, aber Jifty ist halt ein mächtiges Framework, das muss wohl so sein. Doch kurze Zeit später war’s aus mit dem Spaß:
==> Auto-install the 58 mandatory module(s) from CPAN? [y]

58 zusätzliche Module, um ein Framework auszuprobieren? Das ist einfach nur Wahnsinn. Doch der Wahnsinn ist hier noch nicht zu Ende. Denn manche der 58 Module benötigen noch weitere Module. So steht etwa XML::XPath in der Liste der 58 zu installierenden Module. Doch XML::XPath benötigt seinerseits XML::Parser. Auch WWW::Mechanize soll installiert werden, doch hier meldet CPAN lustigerweise “The module WWW::Mechanize isn’t available on CPAN.” Das ist wohl auch besser so, denn wir haben für ein Neomo-Projekt WWW::Mechanize auf diversen Rechnern unter verschiedenen Systemen im Einsatz, mit den vielfältigsten, recht albernen Problemen.

An dieser Stelle habe ich beschlossen, Jifty nicht zu installieren, zumindest nicht einfach “mal schnell”. Wenn ich mir im Vergleich web.py ansehe, könnte so eine Installation auch einfacher funktionieren:
To install web.py, download http://webpy.org/web.py-0.2.tar.gz extract it and copy the web folder into a directory where your application is.

Okay, natürlich ist web.py vom Umfang her nicht mit Jifty zu vergleichen. Aber trotzdem ist der Aufwand für eine Jifty-Installation IMHO komplett übertrieben. Und die Rückmeldungen der Bugzilla-Nutzer zur Installation zeigen, dass ich mit meiner Abneigung gegen Modulinstallationsorgien nicht alleine bin.

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